Hallo zusammen, ![]()
nachdem ich schon einige Zeit hier im Forum unterwegs bin, dachte ich es wird Zeit mal mich und mein aktuelles Projekt vorzustellen. ![]()
Ich komme aus der Nähe von Stuttgart und bin 39 Jahre alt ... jung ...
Schon mit 6 Jahren hatte ich mein erstes Aquarium und habe die anschließenden 20 Jahre mit Pausen stets Süßwasserbecken betrieben. Zuletzt vor ca. 10 Jahren war die Krönung dann die Haltung von Diskusfischen und deren Aufzucht.
Nach einigen Jahren Pause bin ich dann auf das salzige Nass gekommen und bin vor 2,5 Jahren mit einem Sera Cube 130 eingestiegen.
Danach hat es nicht allzu lange gedauert und ich habe ein gebrauchtes 200 Liter Becken spontan gekauft.
Wären der letzten 1,5 Jahre konnte ich damit viele gute und leider auch einige schlechte Erfahrungen sammeln.
Nun ist aktuell die Vergrößerung auf ~ 400/500 Liter in der Umsetzung: Couchriff 2.0
Dazu einige Infos, Kommentare sind gern erwünscht. ![]()
Da mich der Ablauf, Technikbecken etc. bei dem 200er immer wieder wegen der Geräusch, möglicher Überlauf bei Stromausfall und das Gefummel mit dem einstellen des Ablaufs ins Technikbecken genervt hatte, sollte das beim neuen Becken der Vergangenheit angehören.
Daher beschloss ich eine Eigenkonstruktion (zumindest den Entwurf) auf die Beine zu stellen.
Da ich wegen dem Gesamtgewicht hinsichtlich Laminat und Bodenbelastung gewisse Einschränkungen hatte, habe ich mich in die Richtung 'lang und tief statt hoch' entschieden. Auch da ich mit der alten Beckenhöhe von 40 cm zufrieden bin.
Abmessungen: 150 cm x 85 xm x 40 cm
In das Becken sind sowohl ein Refugium, ein Trockenabteil, ein Nachfüllabteil sowie ein Technikabteil integriert (also ohne Technikbecken, Ablauf etc.) Das Becken selbst steht auf einem Unterschrank und dieser flächig auf einem selbst gegossenen Betonsockel für eine bessere Gewichtsverteilung.
Da das Becken schon ziemlich besondere Abmessungen hatte und ich mit der ersten LED-Beleuchtung für das 200er viel Erfahrung
sammeln konnte sollte die neue Beleuchtung ebenfalls [lexicon]DIY[/lexicon]-LED werden.
Die Form der Lampe ist daher speziell an die Abmessungen des Beckens angelehnt.
Die Lampe läuft mit 24 VDC und bestromt werden
40 x 3W LED 15000K
40 x 3W LED blau
6 x 3W LED grün
6 x 3W LED rot
4 x 3W LED gelb
2 x 3W LED [lexicon]UV[/lexicon]
Insgesamt also rund 250 Watt Max-Leistung bei einer Wasserhöhe von etwa 38 cm, mehr als ausreichend.
Gesteuert wird das ganze per BlueTWILED 2.x mit Wolkensimulation etc.
Der Bau der Lampe hat mich dann erst einmal doch einige Zeit und Arbeit gekostet. Da die Lampe zudem
optisch auch was hermachen sollte, kam noch eine PVC-Verkleidung darüber.
Insgesamt hat mich die Lampe mit allem Material dann ca. 570 EUR gekostet. Für eine Ausleuchtung von
einer Fläche von 150 cm x 70 cm mit ~ 250 W eigentlich ganz ok.
Da ich im alten Becken das [lexicon]LS[/lexicon] über die Zeit hin immer mehr mit Riffkeramik ersetzt hatte, sollte auch
diesmal Riffkeramik zum Einsatz kommen, und zwar zu 100%. Die ca. 40 kg Keramik lieferte mir Korallenwelt, sowie auch noch ca. 4 Liter Riffmörtel. Damit gestaltete ich dann sowohl die komplette Rückwand als auch die freistehenden Riffe.
Am 17.05.2013 war es dann soweit, dass Becken war fertig.
Die Sichtscheiben bestehen aus 12er Weißglas und das Becken ist ohne störende Querstreben.
Anfertigt wurde das Becken von Aquarienbauer Tausz in Wablingen, welcher auch den Transport in den vierten Stock bewerkstelligte. *puhhh*
Hier nochmal vielen Dank an Herrn Tausz seinen Einsatz und die tolle Arbeit.
Nachdem das Becken an seinem endgültigen Platz stand wurde gleich mal die Lampe einen ersten Test unterzogen.
Anschließend wurde die erste Technik untergebracht und die Zu- Ableitungen verrohrt. Da ich nicht unnötige Schlauch quer über die Beckenabteile verlegen wollte, wurde die Verbindung der einzelnen Abteile per Bohrungen realisiert.
Da im alten Becken vor allem im vorderen Bereich der Sand weg gewirbelt und gebaggert wurde, musste diesmal eine bessere Lösung her.
Da ich allerdings dennoch weiterhin Grundeln und Lippis halten möchten und diese eine gewisse Sandhöhe benötigen, ging ich den Mittelweg.
Der vordere Bereich der Front und Seitenscheiben wurde mit Riffmörtel aufgebaut.
Inzwischen war auch die Keramik für die Rückwand und die Riffsäulen soweit.
Zuerst wurden die Konstruktionen mehrfach gespült und dann mit [lexicon]Adsorber[/lexicon] eine Woche lang in Osmosewasser gespült.
Der Einbau klappte dann dank der PVC-Rückenplatte und AQ-Silikon super.
Nach dem Einbau ging es dann an einen ersten Sichttest, also ob noch irgendwo Stellen nicht verputzt wären.
Die inneren Ecken des Technikabteils wurden dann noch zum Schluss mit Riffmörtel verkleidet.
In der am Boden durch den Mörtel entstandenen Wanne in der Mitte kam dann mehrfach gewaschener Korallensand (bis 1 mm) auf etwa 4 cm Höhe rein.
Seit dem 29.06.2013 ist nun aufgesalzen und das Becken startete in die Einfahrphase. Dazu gebe ich Spezial Blend sowie [lexicon]Nitrit[/lexicon] Out hinzu.
Die [lexicon]Wasserwerte[/lexicon] hole ich nun auch schrittweise in die optimalen Bereiche. Später wird dann die Dosierpumpe aus dem alten Becken für die korrekten Werte sorgen.
Um die Biologie ein bissle in Schwund zu bringen, habe ich noch einer Woche dann noch einige kleinere Brocken Lebendgestein in den Aufbau gelegt. Sobald das Milieu im Becken steht, kommen die Steine dann ins Refugium.
Nun heißt es erst einmal warten und schauen wie sich das Becken entwickelt.
Im Moment habe ich quasi fast keine Kieselalgen bekommen und aktuell lediglich einige kurze braune Fadenalgen.
Daher durften (oder mussten
) auch schon einige Schnecken und Einsiedler ins neue Becken.
Phospat und Silicat liegen aktuell bei lediglich 0,03.
Noch ein Wort zur Technik:
Da ich das Becken so weit wie möglich als Niedervolt auslegen wollte, kamen vor allem Tunze-Produkte zum Einsatz.
Strömung über 2x 6055 Strömungspumpen mit einem 7095 Controller angesteuert.
Förderpumpe ist eine Silence electronic 1073.050, welche sich super über einen Drehregler einstellen lies.
Die Förderung aus dem Refugium übernimmt eine Silence 1073.008. Dort ist auch sowohl eine [lexicon]UV[/lexicon]-Lampe als auch ein Aqua Medic Phosphatfilter läuft dort im Bypass mit.
Als [lexicon]Abschäumer[/lexicon] kommt ein Aqua Medic Flotor Blue 1000 zum Einsatz, welcher komplett im Technikbecken im Wasser steht.
Das nachfüllen mit Osmosewasser übernimmt eine [lexicon]DIY[/lexicon]-Anlage auf 24 VDC Basis mit Cometpumpe, Sonden, Relais.
Von der Geräuschbildung der gesamten Anlage, da hatte ich ein bissle Sorge, ist in wirklich super annehmbaren Rahmen.
Soweit mal die Vorstellung vom Couchriff 2.0
Ich hoffe mit dem vielen Text nicht allzu viele Gähner und schwere Augenlider verursacht zu haben. ![]()
Achja, wenn es interessiert, auf meiner Webseite gibt es unter 'Projekt 400L' eine detailierte Kostenaufstellung was der ganze Spaß bisher so gekostet hat inklusive Links zu den Bezugsquellen. ![]()
Grüße ![]()
Skaarj